06.05.2008 - Fahrt zum EMBL nach Heidelberg
(Bericht von Hannah Jakobi und Laura de Molière)Da der Verkehr sehr gut lief, waren wir durchaus ein wenig früh dran, sodass wir noch eine halbe Stunde Zeit hatten, bevor der erste Vortrag begann.
Dann endlich ging es um 11 Uhr los. Als alle ihre Plätze in dem großen Hörsaal gefunden haben, gab Herr Dr. Gehard uns noch eine kleine Einführung. Er erklärte uns, dass dies die erste Insight-Lecture ist, sie mit Kameras aufgezeichnet wird und später als potcast ins Internet gestellt wird.
Es folgte der Vortrag von Mrs. Maggie Aderin-Pocock, die durch ihrer empathischen Art sicherlich alle verzaubert hat, sodass wir nun auch alle Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen werden wollen. Sie erklärte uns unter anderem, was sie in ihrem Beruf macht und wie sie dazu gekommen ist. Besonders interessant dabei war das Projekt AEOLUS, welches Maggie mitentwickelte. Dieses ist ein Satellit, der mit Hilfe von Laserstrahlen und deren Streuungsmustern Winde misst und so Vorhersagen des Wetters (und vor allem auch von Naturkatastrophen) verbessern
kann.
Trotz der englischen Sprache war es kein Problem sie zu verstehen. Nach, aber auch während des Vortrags, durften wir Fragen stellen, die Maggie uns leicht beantworten konnte.
Im Anschluss des Vortrags hatten wir eine einstündige Pause, in der wir Lunch-Pakets bekamen, die von Set-Routes für uns geordert wurden. Diese konnten wir vor dem Institut in der Sonne genießen und noch ein wenig über die Eindrücke des gehörten Vortrags diskutieren.
Um 14:00 hörten wir dann den zweiten Vortrag von Elsa Montagnon. Dass sie Französin war, hörte man schon bei der Begrüßung, doch auch die anfänglichen Schwierigkeiten, ihre akzentgeprägte Sprache zu verstehen, waren schnell vorbei - zu spannend war das Thema, welches sie uns präsentierte. Eine Sonde, die zu einem viele tausende Kilometer weit entfernten Meteoriten geschossen wird, die jahrelang unterwegs ist, um eine Probe desselben zu entnehmen; davon hatten wir sicherlich noch nichts gehört. Auch zu diesem Thema wurden fleißig Fragen gestellt ("Wie wird die Sonde im Vakuum überhaupt angetrieben?"), welche Elsa Montagnon mit sichtlich viel Freude und Leidenschaft beantwortete.
Die angesprochene Leidenschaft hatten beide Wissenschaftlerinnen gemeinsam, man sah ihnen den Stolz über ihre Arbeit an, und auch die Freude, welche beide beim Referieren vermittelten, steckte unsere Gruppe sichtlich an.
Abschließend bleibt zu sagen, dass dies eine sehr gelungene Veranstaltung war, und dass uns die Leidenschaft zur Wissenschaft der beiden Referentinnen angesteckt hat. Vielleicht sogar so stark, dass irgendwann jemand von uns bei Inside Lectures einen solch fesselnden Vortrag hält.
Hannah Jakobi und Laura de Molière
Quelle: http://www.schuldorf.de/source/aktuelles/highlights08/embl/embl.html